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Nachtelfen Nachtelfenwappen
Anführer: Hohepriesterin Tyrande Wisperwind , Malfurion Sturmgrimm
Sekundäre Anführer: Shandris Mondfeder
Hauptsitz/Stadt: Darnassus
Weitere Niederlassungen:

Astranaar, Lordanel, Burg Cenarius, Dolanaar, Hirschhaupts Stätte, Maestras Posten, Mondfederfeste, Nachthafen, Nijelspitze, Rut'theran, Silberschwingenzuflucht, 

Steinkrallengrabhügel, Sternfall, Sternruh, Talrendisspitze

Charakter-typische Klassen: Krieger, Schildwache, Klauendruide, Krallendruide, Druide des Geweihs, Druiden des Giftzahns, Druiden des Kampfes (Lo'gosh), Schurke, Jäger, Waldläufer, Priester, Mondpriester, Hüter des Hains, Hochgeborene Magier
Fortbewegungsmittel: Säbler (Primärreittier), unverderbter Distelbär, Druiden (Bärengestalt), Hirsch (nur bei wenigen Druiden)
Sprache: Darnassisch
Zweitsprache: Gemeinsprache
Politische Zugehörigkeit:

Verbündete der Allianz über Theramore durch die Schlacht am Berg Hyjal zusammengeführt.

Von Varian Wrynn in der Allianz gefestigt.

Charakteristik: Das schnelle Voranschreiten der Nachtelfenzivilisation und die terretorialen Ansichten haben den Großteil des Volkes bis heute dazu geführt, dass sie ihre Arroganz in Bezug auf die Welt, zu den anderen Völkern mit Herabschauen an den Tag legen. Nur wenige Nachtelfen sind offen für Veränderungen. Die wenigen Nachtelfen, die sich für die Welt geöffnet haben, unterstützen heute die Allianz oder tragen wie die freien Druiden zum Erhalt der Wälder ausserhalb Nordkalimdors oder Azeroth bei.
Gefallene Helden: Kommandant Kur'thalos Rabenkrone, Kommandant Desdel Sternenauge Hohepriesterin Dejahna, Leutnant der Jägerinneneinheit Maievs-Naisha, Valstann Hirschhaupt,  Shadowglen
feindlich gesinnt: Brennende Legion, Blutelfen, Orcs, Geißel, Trolle, Aqirzivilisation, Verlassene, Anhänger der Alten Götter

Begrifferklärung Kaldorei: Kaldorei bedeutet Kinder der Sterne, es handelt sich hierbei um das Volk der Nachtelfen.

Zehntausend Jahre vor dem Ersten Krieg gab es auf der Welt Azeroth nur einen einzigen, riesigen Kontinent: Kalimdor. Im Herzen dieses dunklen Kontinents verstrahlte ein geheimnisvoller See funkelnde Energien. Dieser See wurde später als Brunnen der Ewigkeit bekannt.

Entwicklung der Kaldorei Bearbeiten

Mit der Zeit lockten die merkwürdigen Energien einen primitiven Stamm nachtaktiver Humanoider an, die an den ruhigen Ufern des Sees ihre einfachen Hütten errichteten. Im Laufe der Zeitalter beeinflusste die kosmische Macht des Brunnens den Stamm, machte seine Angehörigen stark, weise und unsterblich. Ihre Haut nahm verschiedene Violetttöne an, und ihr Körperbau wurde größer. Der Stamm gab sich den Namen , was in ihrer Sprache "Kinder der Sterne" bedeutete.

Die Kaldorei, später als bekannt, verehrten Elune, die Göttin des Mondes. Sie glaubten, die Göttin schlafe während des Tages in den schimmernden Tiefen des Brunnens. Die Priester und Seher der frühen Nachtelfen erforschten den Brunnen voller Neugier, und das ständige Studium des Brunnens wurde ein selbstverständlicher Teil des Lebens in der Nachtelfengesellschaft.

Der Brunnen der Ewigkeit lies die Augen der Nachtelfen silber oder golden leuchten. Ihre Sicht wurde außerordentlich empfindlich bezüglich Licht und Bewegung. Im Gegensatz zu dem, was ein ungeübter Beobachter annehmen könnte, haben die Nachtelfenaugen sehr wohl Pupillen, genau wie die Augen aller anderen humanoiden Völker. Diese Pupillen sind nicht immer leicht zu entdecken, besonders nicht bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder Blickwinkeln. Trotzdem sind die Pupillen niemals ganz verschwunden.

Gerücht: Trolle und Nachtelfen Bearbeiten

Stammen die Nachtelfen von den Trollen ab? Über die genaue Herkunft der Nachtelfen ist wenig bekannt. Ihre Art entstand vor so langer Zeit, dass sich keine stichhaltigen Beweise für oder gegen diese Theorie finden lassen. Mit Sicherheit bekannt ist nur, dass ein Stamm humanoider Nachtwesen am Brunnen der Ewigkeit siedelte, und dass aus diesen Wesen durch die kosmischen Energien des Brunnens die heutigen Nachtelfen entstanden.

Viele der heutigen Trolle glauben, dass diese ursprünglichen Humanoiden, aus denen die Nachtelfen entstanden, auch Trolle waren. Diese Theorie entbehrt nicht einer gewissen Grundlage, schließlich gibt es zumindest eine oberflächliche Ähnlichkeit zwischen Trollen und Nachtelfen. Außerdem waren Trolle das vorherrschende Volk des vorzeitlichen Kalimdor, dem einzigen Kontinent vor der Großen Teilung, lange bevor Nachtelfen in Erscheinung traten.

Trotzdem halten viele Nachtelfen diese Theorie für absurd und abstoßend. Sie weisen darauf hin, dass die ersten Nachtelfen ihren Aufstieg an die Macht mit dem Sieg über einige benachbarte Trollstämme begannen. Als Folge dessen respektierten und fürchteten die Trolle die Stärke ihrer neuen Konkurrenten. Die Theorie der Trolle über die Abstammung der Nachtelfen könnte ein direktes Resultat dieses frühen Konfliktes sein. Die Trolle hassten die Nachtelfen, ein Gefühl, das auch heute noch besteht. Aus diesem Grund könnten sie das Volk der Nachtelfen und deren Taten als unbedeutend darstellen wollen, und sich gleichzeitig durch die Trollabstammung der Nachtelfen eher mit ihrer eigenen Niederlage abfinden.

Ohne zusätzliche Fakten besteht wenig Sinn darin, diese kontroverse Theorie weiter zu diskutieren. Ohne Zweifel wird sie noch viele Jahre lang heiß umstritten sein.

Arkane Magie und ihre Konsequenzen Bearbeiten

Die Nachtelfen studierten die Energien des Brunnens schon über tausend Jahre lang, als Königin Azshara den Thron bestieg. Zu dieser Zeit erhob sich eine Adelskaste der Nachtelfen über den Rest des Volkes. Unter der Herrschaft von Königin Azshara begannen ihre Angehörigen, sich zu nennen. Der Name gefiel Azshara, die selbst dieser Kaste angehörte, und sie segnete seinen offiziellen Gebrauch ab.

Viele Hochgeborene waren besessen von dem Brunnen, und mit Azsharas Zustimmung widmeten sie ihre gesamte Zeit seiner Erforschung. Doch ihr rücksichtsloser Missbrauch der Magie erregte die Aufmerksamkeit von Sargeras, der die arroganten Hochgeborenen mit Leichtigkeit korrumpieren konnte. Dem Willen des mächtigen Titanen unterworfen, halfen die Hochgeborenen der Brennenden Legion bei ihrer Invasion von Azeroth. Zahllose Nachtelfen und andere Geschöpfe starben im daraus resultierenden Krieg der Urtume. Am Ende besiegten die restlichen Nachtelfen die Legion mit Hilfe vieler Verbündeter und mehrerer Helden wie Hohepriesterin Tyrande Wisperwind, Malfurion Sturmgrimm und Illidan Sturmgrimm.

Einige der Hochgeborenen bedauerten ihren Entschluss, der Legion zu helfen, und flohen aus Zin-Azshari, noch bevor der Brunnen der Ewigkeit implodierte und zur Großen Teilung führte. Doch die Spannungen zwischen diesen Flüchtlingen und den anderen Nachtelfen führten zum offenen Bruch, als sich die Hochgeborenen weigerten, auf den Gebrauch der arkanen Magie zu verzichten. Ins Exil geschickt, reisten die Hochgeborenen über das Meer nach Lordaeron. Dort gründeten sie ihr magisches Königreich Quel'Thalas und benannten sich in um.

Ein neuer Anfang Bearbeiten

Die restlichen Nachtelfen hatten genug von Adel und arkaner Magie. Diese Dinge wurden als Relikte einer dekadenten Vergangenheit angesehen, deren man sich schämte. Trotzdem erschuf Illidan Sturmgrimm einen zweiten Brunnen der Ewigkeit, denn er glaubte nicht, dass arkane Magie von Natur aus gefährlich sei. Die meisten anderen Nachtelfen stimmten ihm da allerdings nicht zu, und so wurde Illidan eingesperrt. Vier der Drachenaspekte ließen den ersten Weltenbaum Nordrassil über dem neuen Brunnen wachsen, so dass der Baum, der auch mit dem Smaragdgrünen Traum verbunden war, als Dämpfer und Regulator für die Magie des Brunnens diente. Nordrassil verlieh den Nachtelfen auch einige besondere Gaben, darunter die Unsterblichkeit.

Tyrande Wisperwind begann mit einer Umorganisation der Nachtelfenregierung. Sie fand, dass ihr Orden, die Schwesternschaft von Elune, sich zu weit vom alltäglichen Leben ihres Volkes entfernt hatte. Sie glaubte, dass diese Distanz der Elfen untereinander einen Teil der Schuld an dem katastrophalen Krieg trug.

Außerdem genoss die Schwesternschaft großes Ansehen auf Grund ihrer Heil- und Kampffertigkeiten, alle Angehörigen des Ordens waren bestens in Kampf, Taktik und Heilung ausgebildet und geübt. Die Schwesternschaft von Elune war eine der wenigen größeren Nachtelfen-Organisationen, die den Krieg überstanden und bei der die Mitgliedschaft nie eine Sache der Abstammung gewesen war.

So beschloss Tyrande, dass ihr Orden mehr soziale Verantwortung übernehmen sollte. Nie wieder würde die Schwesternschaft bei ihrer Aufgabe versagen, die Nachtelfen zu führen. Nach der Auflösung der alten Nachtelfen-Armee, bei der die Mitgliedschaft eher eine Sache der Abstammung als der Fähigkeiten gewesen war, gründete Tyrande eine neue Armee, die Schildwache. Diese Truppe wird bis heute von den Schwestern von Elune geleitet, und auch Tyrande blieb all die Jahrtausende hindurch Regentin der Nachtelfen.

In der Zwischenzeit lehrte Tyrandes Gefährte Malfurion Sturmgrimm andere Nachtelfen die Druidenkunst. Diese kleine Gruppe von Druiden widmete sich ganz der Erhaltung des natürlichen Gleichgewichtes auf Azeroth. Sie stehen beim Rest der Nachtelfengesellschaft in hohem Ansehen, halten sich aber dennoch eher fern von ihr und unterstehen keiner Regierung. Heute nimmt der Zirkel des Cenarius auch Angehörige anderer Völker auf.

Der Dritte Krieg Bearbeiten

Beschämt über die Katastrophe, die ihr Volk über Azeroth gebracht hatte, zogen sich die Nachtelfen in ihre Wälder zurück und lebten dort rund zehntausend Jahre sehr isoliert. Dann wurde ihre Ruhe durch das Auftauchen von Kriegshäuptling Thrall und seiner Horde gestört, begleitet von einer großen Gruppe Menschenflüchtlinge unter der Führung von Jaina Prachtmeer. Tyrande war wütend auf die Fremden, die einfach in Gebiete eindrangen, die Jahrtausende lang alleine den Nachtelfen gehört hatten. Besonders die Horde holzte nicht nur riesige Waldgebiete ab, sondern tötete auch den Halbgott Cenarius.

Tyrande führte die Schildwache in die Schlacht gegen die sterblichen Invasoren, nur um festzustellen, dass die Brennende Legion der Horde nach Kalimdor gefolgt war: Die dämonische Legion hatte einen neuen Angriff auf die Welt begonnen. Die Hohepriesterin und ihre Soldaten beeilten sich, alle Druiden aufzuwecken, die im Smaragdgrünen Traum schliefen, darunter auch Malfurion.

Mit ein wenig Ermunterung durch Medivh sahen die Nachtelfen ein, dass es eine gute Idee war, ihre Kräfte mit denen der Menschen und Orcs zu vereinen. Die drei Armeen bekämpften den Dämonenfürsten Archimonde und seine Heerscharen, die sich auf den Gipfel des Hyjal und auf den dortigen Brunnen der Ewigkeit, den Archimonde für seine Zwecke missbrauchen wollte, zuwälzten. Gemeinsam hielten die Armeen die Legion so lange auf, bis die Nachtelfen den Weltenbaum Nordrassil mit der Energie der Nachtelfen-Unsterblichkeit und zahlloser Nachtelfengeister aufgeladen hatten. Dann entlud sich die gesammelte Energie des Baumes in einem gewaltigen Schlag, der Archimonde auf der Stelle tötete.

Ohne ihren Anführer wurde die Brennende Legion bald zurückgedrängt und geschlagen. Nordrassil und der zweite Brunnen der Ewigkeit stehen noch heute. Das noble Opfer der Nachtelfen kostete sie ihre Unsterblichkeit. Unter der Führung des Erzdruiden Fandral Hirschhaupt hat der Zirkel des Cenarius Teldrassil wachsen lassen, einen zweiten Weltenbaum, in der Hoffnung, dadurch zurückzubekommen, was die Nachtelfen verloren haben. Diese Hoffnung hat sich bis heute nicht erfüllt. Derzeit sind die Nachtelfen Teil der Allianz.

Silbern und goldene Augen Bearbeiten

Vor der Großen Teilung waren goldene Augen bei den Nachtelfen extrem selten. Goldene Augen wurden daher als Zeichen zukünftiger Größe angesehen. Sowohl Königin Azshara als auch Illidan Sturmgrimm hatten diese ungewöhnlichen Augen. Bedauerlicherweise erwies sich diese weitverbreitete Ansicht erst zu spät als Irrglaube, als sich das finstere Schicksal dieser beiden berüchtigten Personen erfüllte.

In Wirklichkeit war die goldene Augenfarbe ein untrügliches Zeichen für ein starkes druidisches Potenzial. Da verwundert es kaum, dass die frühen Nachtelfen mit ihrem starken Hang zur arkanen Magie die Bedeutung dieser Augen nicht erkannten. Denn dass jemand dieses Potenzial hat, bedeutet ja noch lange nicht, dass er oder sie dieses Potenzial auch spürt oder versteht, ganz zu schweigen von einer Anwendung mit Geschick und Mitgefühl. Trotz seiner goldenen Augen tat Illidan sich sehr schwer mit der Druidenkunst, obwohl er - genau wie Malfurion - von dem Halbgott Cenarius selbst unterrichtet wurde.

Angeborene Druidenkräfte führten niemals automatisch dazu, dass jemand ein Druide wurde. Ebensowenig bedeutet das Fehlen solcher angeborener Kräfte, dass jemand kein Druide werden kann. Malfurion Sturmgrimm etwa wurde ursprünglich mit silbernen Augen geboren, doch er studierte die Druidenkunst und widmete ihr sein ganzes Leben. Und je länger er Druidenmagie einsetzte, desto mehr nahmen seine Augen diesen goldenen Glanz an, den die anderen Nachtelfen einst so faszinierend gefunden hatten.

Doch zu dieser Zeit waren goldene Augen schon viel weiter verbreitet. Nach der Teilung ließ die frühere Besessenheit der Nachtelfen mit Abstammung und Stammbäumen schnell nach, und so hat sich die Anzahl der Nachtelfen, die mit goldenen Augen geboren werden, beträchtlich erhöht. Außerdem gehen die Nachtelfen jetzt sehr viel rücksichtsvoller mit ihrer Welt Azeroth um, und eine Reihe von männlichen Nachtelfen ist in Malfurions Fußstapfen getreten. Auch diese neuen Druiden haben goldene Augen.

Traditionell dienten die Nachtelfinnen ihrem Volk als Kriegerinnen, Jägerinnen und Beschützerinnen. Viele magische Berufungen wurden andererseits als reine Domäne der männlichen Nachtelfen angesehen. Erst nach den Zerstörungen und Verlusten des Dritten Krieges warf man die traditionellen Geschlechterrollen über Bord. Doch da die Druiden erst seit kurzem Frauen aufnehmen, sind die goldenen Augen noch immer viel verbreiteter unter den männlichen Nachtelfen als bei ihren Partnerinnen.

ElfenBearbeiten

Hoch- und Blutelfen stammen beide von den Nachtelfen ab. Trotzdem sind die Beziehungen zwischen den drei Gruppen auf Grund ihrer gemeinsamen Vergangenheit und ihrer philosophischen Differenzen alles andere als eng. Besonders die Nachtelfen betrachten die Blut- und Hochelfen mit Misstrauen, Abscheu oder offener Feindseligkeit.

Trotzdem haben Hoch- und Blutelfen einige Gemeinsamkeiten mit ihren Brüdern, den Nachtelfen. Alle drei Stämme haben ungewöhnlich scharfe Sinne und können selbst bei extrem schwachen Lichtverhältnissen noch klar sehen. In der Regel sind Elfen schlank, athletisch und graziös. Auch die langen, spitzen Ohren, die bei Nicht-Elfen entweder Bewunderung oder Häme auslösen, sind allen Elfen gemein.

Eine weitere Gemeinsamkeit der Nacht-, Hoch- und Blutelfen hat sich erst vor kurzem ergeben. Die Nachtelfen haben am Ende des Dritten Krieges ihre Unsterblichkeit und einen Großteil ihrer Macht geopfert, so dass nun alle Elfen sterblich sind und eine vergleichbare Lebensdauer haben, die allerdings mehrere tausend Jahre umfassen kann.