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Auch wenn Azeroth nur einer der zahllosen Planeten im Großen Dunklen Jenseits ist, haben sich hier doch die meisten Ereignisse des Warcraft-Universums abgespielt. Es ist zudem die einzige Welt, die sich je erfolgreich gegen eine Invasion durch die Brennende Legion wehren konnte, und das, so unwahrscheinlich es auch klingen mag, sogar zwei Mal.

Bevölkerung Bearbeiten

Azeroth hat eine Vielzahl von Völkern und Rassen hervorgebracht: Blutelfen, Furbolgs, Zwerge, Gnome, Stacheleber, Hochelfen, Goblins, Drachen, Vrykul, Gnolle, Zentauren, Menschen, Naga, Nachtelfen, Tauren, Neruber, Qiraji, Kobolde und Trolle. Außerdem gibt es noch einen ansehnlichen Anteil von Orcs und Draenei und Ogern, aber diese Völker stammen vom Planeten Draenor. Zudem gibt es noch die Untoten auf Azeroth; auch wenn man sie selbst bei größzügiger Auslegung des Wortes nicht als "Volk" bezeichnen kann. In den letzten Jahren ist ihre Zahl stark angestiegen.

Geographie Bearbeiten

Azeroth besteht aus mehreren großen, separaten Gebieten. Dies sind hauptsächlich die Östlichen Königreiche, Kalimdor, Nordend und die Südlichen Meere die einst vor der Implosions vom Brunnen der Ewigkeit das Urkalimdor darstellten. Zutiefst verwoben mit Azeroth und doch davon getrennt ist der Smaragdgrüne Traum, der ursprüngliche Bauplan des Planeten, so, wie ihn die Titanen ursprünglich angelegt hatten. Der Traum ist ein wilder, dichter Urwald: die Welt, die Azeroth ohne die Einwirkung der intelligenten Rassen heute wäre, also ohne Städte, Landwirtschaft, Technologie und Kriege.


Azeroth das Königreich Bearbeiten

Vor dem chaotischen Zeitalter der orcischen Kriege, als das Dunkle Portal zum ersten Mal geöffnet wurde, galt Azeroth als das mächtigste aller Menschenvölker. Seit mehreren Generationen herrschte Frieden im Königreich, und unter der gerechten Regentschaft von König Adamant Wrynn III lebten die Menschen in Wohlstand. Überall im Land war Azeroth als ein Hort des Lichts und der Wahrheit bekannt.

Die Ankunft der Orkischen Horde Bearbeiten

Doch die Ankunft der Orcischen Horde markierte den Beginn eines Konfliktes, der das Königreich fast fünfzehn Jahre lang verheeren sollte. Viele Clans hatten ihre Heimatwelt Draenor verlassen und im Osten, im Schwarzen Morast, erste Feldlager aufgeschlagen. Nachdem sie Azeroth vorsichtig erkundet hatten, befahlen die gierigen Häuptlinge einen Angriff auf Burg Sturmwind und rechneten mit einem schnellen Sieg über die schwachen Menschen. Diese überstürzte Handlung führte zu einer schmählichen Niederlage und zwang die Orcs zum Rückzug in das Sumpfgebiet, in dem sich das Dunkle Portal befand - nur mit Mühe konnten sie ihre Verfolger im Gewirr der modrigen Pfade abschütteln. Der schmerzlichste Verlust für das Volk von Azeroth war jedoch, dass König Adamant Wrynn III sein Leben lassen musste, als Sturmwind von der Orcischen Horde überfallen wurde.

Im Alter von 20 Jahren wurde Prinz Llane Wrynn zum König gekrönt und schwor, das Land von diesen grausamen Geschöpfen zu befreien. Er hatte erkannt, dass die Orcs zwar unglaublich stark und bösartig waren, aber selten wirksame Kampftaktiken anwendeten. Ihre zerstreuten Einzelangriffe waren äußerst unorganisiert. Durch Strategie und List konnten seine Soldaten selbst zahlenmäßig überlegene Marodeure besiegen und die Horde in Schach halten. Fast zehn Jahre der Überfälle und Raubzüge hatten die Bewohner Azeroths sehr vorsichtig gemacht. Doch als Rend Schwarzfaust die einst ungeordneten Angriffe der Orcs führte, hielt König Llane es für nötig, weitere Soldaten und Bogenschützen zum Schutz des Grenzgebietes auszusenden. Mit Rend Schwarzfausts Aufstieg zum Kriegsherrn der Horde und dem Kampf für die Verteidigung des Königreiches brachen die dunklen Tage des Ersten Krieges an.

Der Erste Krieg und seine Folgen Bearbeiten

Die Kriegswirren sollten Azeroth fast fünf Jahre lang verwüsten und die reichen Ländereien als tote Erde zurücklassen. Diesmal hatte Llane die erbarmungslosen Klans unterschätzt - sie richteten schreckliche Massaker an und erschlugen jeden, der ihnen in die Hände fiel. Die Orcs machten keinen Unterschied zwischen Soldaten und Kindern, Kriegern und Frauen. Das stolze Königreich und seine Verteidiger wurden in die Knie gezwungen. Als König Llane heimtückisch ermordet wurde, nahm sich Sir Anduin Lothar der geschlagenen Armeen von Azeroth an und schart seine Landsleute um sich. Der tapfere Ritter führte die Überlebenden aus ihrem verwüsteten Heimatland bis an die Gestade Lordaerons. König Terenas, der Herrscher dieses Landes, zeigte sich bereit, die Heimatlosen zu unterstützen. Die Flüchtlinge siedelte daraufhin an der Südküste von Lordaeron und beschworen ihre Bündnistreue zur Allianz. In Anerkennung seiner Verdienste wurde Anduin Lothar der Titel Lordregent von Azeroth verliehen. Er gelobte, seine gefallenen Mitstreiter zu rächen und das Königreich aus den Klauen der Orcischen Horde zu befreien. Mutig und kampfgestählt sinnten die letzen der großen Armeen nun auf Vergeltung für den Verlust ihrer Heimat.

Das Ende der orkischen Besatzung Bearbeiten

Nur sechs Jahre später begannen die Klans mit einer Großoffensive an den Küsten Lordaerons. Auch an der Nordgrenze Khaz Modans konnten die Streitkräfte der Allianz einen Vormarsch der Orcs nicht lange aufhalten. Viele der wichtigsten Provinzen wurden völlig zerstört und eine erneute Niederlager der Menschen schien schon fast sicher. Lediglich die kleingeistigen Rivalitäten und Kämpfe innerhalb der Horde zwangen die Orcs wieder zum Rückzug. Lord Anduin Lothar begriff schnell, das Unstimmigkeiten die Klans entzweiten und scharte seine letzten Truppen um sich. Die Armeen der Allianz drängten die Orcs nach Süden, zurück ins verwüstete Land Azeroth. Das Königreich, das ihrem gnadenlosen Ansturm als erstes zum Opfer gefallen war, war nun die letzte Bastion der orkischen Macht. Zwar fiel Lord Lothar am Fuße des Schwarzfelses im Kampf, doch seine getreuen Mitstreiter Turalyon und Uther Lichtbringer führte die Kräfte der Allianz zu einem erbitterten Gegenangriff. In einer ruhmreichen, aber schrecklichen Schlacht schlugen ihre Streitkräfte das Gross der Orkischen Horde. Es gelang dem Erzmagier Khadgar, das Dunkle Portal zu zerstören und die Orcs damit von Verstärkung aus Draenor abgeschneiden. Die verstreuten Stämme wurden innerhalb weniger Monate zusammengetrieben und in Internierungslager gesperrt.

Die letzte Bastion der Menschheit Bearbeiten

Kaum waren die lodernden Feuer des Zweiten Krieges erloschen, erlebte Azeroth eine neuerliche Blüte. Terenas hatte die Führer der Allianz dazu gebracht, Geld und Arbeitskräfte für den Wiederaufbau der Stadt Sturmwind bereitzustellen. Der junge, dynamische Varian Wrynn bestieg den Thron von Azeroth und konnte durch seine weitblickende Herrschaft das Königreich wieder als militärische Großmacht etablieren. In den folgenden Jahren begann unter den Nationen der Allianz ein kleinmütiger Zank und Streit, der das große Bündnis langsam zerrüttete. Die Hochelfen sowie das Volk von Stromgarde und Gilneas entzogen König Terenas ihre Unterstützung. Varian Wrynn erkannte jedoch, dass sein Königreich für immer in der Schuld der Allianz stehen würde, und blieb dem Bündnis treu ergeben. Seit der Invasion der Brennenden Legion, die Lordaeron in Schutt und Asche legte, ist Azeroth die letzte Bastion menschlicher Zivilisation. Den heldenhaften Beispielen des legendären Lord Anduin Lothar und König Llane Wrynn folgend, werden die Verteidiger des Königreiches zu den am erbittertsten kämpfenden Kriegern im Land gezählt. Resolut walten sie ihres Amtes, die Ehre und die Macht der Menschheit in einer immer dunkler werdenden Welt zu erhalten.